Legende: Fast Shadowmerge

Es war ein von Düsternis überschatteter Tag als ich auf die Welt kam. Meine Eltern waren entsetzt über mein Erscheinungsbild. Den ich war im Zeichen der Schatten geboren worden. Das Entsetzen meiner Eltern war so groß, da sie nach dem Tod meines Vaters, alles menschenmögliche getan haben um die Umwandlung nicht stattzufinden lassen. Aber sie wären nicht meine Eltern, wenn sie mich nicht so akzeptiert hätten wie ich nun einmal war.

So wuchs ich denn zu einem Schatten heran, ausgestoßen aus der Gesellschaft und verlacht von den Kindern mit denen ich aufgewachsen bin. Am Tage war ich als Schatten durch meine Leichenblässe gekennzeichnet, aber ich lernte schnell die Schatten der Nacht zu nutzen und zu schätzen. Ich wurde im Laufe der Zeit von unseren Nachbarn zum Unglücksbringer auserkoren auf dem Sie ihre Missgeschicke abladen konnten. Wann immer Sie mich sahen sprachen sie mir gegenüber Verwünschungen aus die mir den baldige Tot bringen sollten. Ich aber gab nur zur Antwort: "So soll mich doch der Tot holen. Seit euch aber gewiss ich werde bald darauf wieder unter euch wandeln!"

Mein Vater war sich den Verwünschungen bewusst die gegen mich ausgesprochen wurden. Er hatte Angst um mich, auch wenn ich ein Schatten bin, so war ich dem zum Trotz immer noch sein Sohn, den er über alles liebte. So kam es das er mich zu einem Krieger ausbildete. Um mich vor allem zu schützen was mir ein Leid zufügen könne.

Eines Tages aber brannte unser Dorflager ab und die Dorfbewohner schoben mir die Schuld zu und sendeten einen Boten aus, der einen Ritter der Reinigenden Flamme herbeiholen sollte um mich aus dem Dorf jagen. Unsere Nachbarn waren von dieser Nachricht so entsetzt, dass sie meine Eltern warnten und ich noch rechtzeitig flüchten konnte um der Grausamkeit des Ritters zu entgehen.

Von den Rittern war bekannt, dass sie Schatten auf das übelste zurichteten und ihnen auch das Leben nach der Wiederauferstehung zur Hölle machten.

Ich irrte in den Ländern herum um ließ mich immer wieder kurzzeitig in Dörfern nieder, die mich tolerierten aber nicht akzeptierten. Nach einiger Zeit aber staute sich in mir unbändiger Hass auf, der mich fast zur Raserei trieb. Ich konnte dieses Unrecht einfach nicht mehr tolerieren. Aber genau zu diesem Zeitpunkt traf ich einen Schatten, der offen eine Eiserne Handschelle bei sich trug, das "Zeichen der Kopfgeldjäger". Ich unterhielt mich mit ihm und wir tauschten Erfahrungen aus. So kam es, dass ich erkannte, dass auch er genauso wie ich einst von dem selben Hass erfüllt war. In mir wuchs die Idee heran, dass ich genauso wie er meinen Hass auf diese Aufgabe richten könne um anderen Menschen dieses Leid zu ersparen oder ihnen zu ihrer Rache zu verhelfen. So schloss ich mich ihm an und lernte alles was ich wissen musste, um ein erfolgreicher Kopfgeldjäger zu sein. Ich streifte danach ein bis zwei Jahre durch die Lande und diente jedermann der mich bezahlen konnte.

Eines Tages, ich weiß nicht mehr wann genau, bemerkte ich das mir ein Mann auf Schritt und Tritt folgte. Hätte ich nicht die Ausbildung eines Kopfgeldjäger genossen, so wäre mir dies nie aufgefallen. Ich sah ihn auch des öfteren in Dörfern und Städten in denen ich angeheuert wurde oder Aufträge erfüllte. So geschah es dann, dass ich aus unerklärlichen Gründen plötzlich vom Weg abging und mich unbewusst zielstrebig auf eine Lichtung zu bewegte, auf der mich dieser Mann erwartete. Ich war erschrocken, als ich mir bewusst wurde, dass ich nicht mehr auf dem Weg war und nun diesem Mann gegenüberstand, der mich so lange verfolgt hatte. Panik ergriff mein Bewusstsein und ich wollte nur noch wegrennen, egal wohin. Doch dann sprach der Mann zu mir, dass ich die Ruhe bewahren und bei ihm bleiben solle. Nachdem er diese Worte an mich gerichtet hatte sah ich ihm direkt ins Gesicht und verweilte. Als er dann zu mir sprach kroch sofort wieder Panik in mir hoch, denn ich erkannte das er nicht ein Wort sagte, ich ihn aber doch hören konnte. Es drang kein Wort an meine Ohren als er mich fragte, ob ich ihn kennen würde. In einem Gemisch aus Panik und Kampfbereitschaft erwiderte ich nur, dass er mein Verfolger sei. Erneut vernahm ich seine Worte ohne sie zu hören und er wollte wissen, ob ich wisse was er ist und wie sein Name ist. Das erste was mir durch den Kopf schoss war das ich es mit dem Ritter der Reinigenden Flamme zu tun habe den die Dorfbewohner vor so langer Zeit auf mich gehetzt hatten. Aber plötzlich erschien mir es, als ob mein Gedanke verwirbelt würde und daraus sich ein Name bildete. Gerade als ich mir diesem Namen bewusst wurde sagte er, diesmal mit hörbarer Stimme, ja dies ist mein Name. Als ich seinen Name wusste kam mir der Fremde plötzlich mehr als ein Freund vor und alle Panik viel ab von mir.

Ich setzte gerade zu einer Frage an als er antwortete, dass er ein Warlock sei und mich als seinen Schüler aufnehmen wolle.

Ich entschied mich für die Lehre als Warlock und stellte viele Fragen an ihn aber nicht eine konnte ich aussprechen, den jedes Mal hatte er schon geantwortet bevor ich sie aussprechen konnte. So erfuhr ich das es des Warlock größte Kunst sei Gedanken zu lesen und auch zu steuern. Ab den Zeitpunkt als ich dies erfuhr sprachen wir kein einziges Wort mehr miteinander, denn der Austausch von Gedanken war einfacher und sicherer.

Als ich meine Lehre bei ihm beendet hatte, zog ich wieder als Kopfgeldjäger durch die Lande mit einem besonderen Vorteil.

Wenig später schon traf ich auf einen Krieger der mir sehr sympathisch war und er erzählte mir von der Gilde der er angehörte. Ich war sehr angetan von dieser Gilde und Ihren Grundsätzen der Ordnung und Gleichheit aller. So das ich beschloss, mich der Gilde anzuschließen und ihr als Kopfgeldjäger zu dienen.

Die Gilde die ich meine, wahr und ist die einzig wahre, für die ich auch zu sterben bereit bin. Sie heißt, und mögen es alle hören:

Herren der Ordnung

So denn, dies war und ist meine Geschichte, die ich ein Jedem erzähle, der mein Vertrauen verdient und der Gilde angehört.

Verfasst von FaSt Shadowmerge